Blogtext 67 Bild hast du es satt

(Photo by Kerstin Rothkopf)

Oder bist du schon satt? Ähnliche Worte. Und doch zwei sehr verschiedene Aussagen.

Während der eine Satz Frust, Ärger, Endzeitstimmung oder tatsächlich auch der Vorbote für den Wandel zum Ausdruck bringt, transportiert die andere ein wohlig, angenehmes, zufrieden genährtes Gefühl. Diese Woche erscheint ein neues Buch mit dem Titel „Ich habe es satt - Warum uns Ernährungs-Gurus krank machen“ von Nils Binnberg. Ein Grund mehr diesen Artikel zu schreiben, der mir schon länger unter den Nägeln brennt.

Ernährungs-gurus kennen eine Menge Grenzen

Ich habe nur Ausschnitte aus seinem Buch gelesen und dennoch bin ich mir sicher, dass der freie Autor, der weiß wovon der spricht, mit seiner Aussage recht hat. Wieso? Da Ernährungs-Gurus selten für ein goldenes Maß oder Balance stehen sondern für extreme Ansichten, schwarz-weiß Denken, für die „einzig wahre“ - Ideologie. Und je mehr Gurus und ihre Schriften wir kennenlernen, je mehr Ansätze wir lesen und meinen für uns annektieren zu müssen, desto mehr entfernen wir uns von unserem eigenen Körper- und Bauchgefühl, Geschmackssinn, unseren Vorlieben und vor allem dem was man ein gesundes Maß nennt. Aus mündigen Menschen, werden treu ergebene Lemminge, die das Denken dankbar abgeben und sich der Vorstellung hingeben, dass jemand Externes die Lösung für ihr Problem gefunden hat. Und uns endlich, natürlich sofort und für immer schlank, glücklich und gesund sein lässt. Das kann, ich gebe zu leider, so nicht funktionieren! Und führt im Schlimmsten Falle zu krankhaften Essstörungen, wie auch bei Nils Binnberg.

Denkst du, fühlst du, schmeckst du? Merkst du was?

Nehmen wir ein stark vereinfachtes Beispiel. Mit ein Klassiker unter den Ernährungsempfehlungen, die man oftmals in Zeitschriften und Co. finden kann: 
„Wenn du Lust hast auf Schokolade, dann probiere es doch erstmal mit einem Stück Obst.“ Wenn mir noch mal einer mit dem Vorschlag kommt einen Apfel zu essen, wenn ich Lust auf etwas Süßes habe... “Heißhunger umleiten“ nennen sie das dann. Das trifft es übrigens ganz gut, denn die Wahrscheinlichkeit trotzdem am Ende beim Ziel “Schokolade “ und Co. anzukommen ist (zumindest bei mir) exorbitant groß. Aber ich frage mich auch ehrlich gesagt wozu denn bloß? Warum soll ich denn die Lust umleiten? In meinem Kopf ist das so wie wenn ich Lust auf die Karibik habe und just in dem Moment einen Wanderurlaub in den Bergen buche. Ja natürlich ist das am Ende auch Urlaub, und besser als kein Urlaub, aber doch nicht wirklich miteinander zu vergleichen.

„Kannst du schon essen - bleibst du halt fett/ krank/...“.

Alle Jahre wieder passiert es dann. Mal etwas früher, mal etwas später werden die meisten von uns vom schlechten Gewissen gejagt. Die goldene Zeit für Ernährungsratgeber, dicht gefolgt von der Januar-Gute-Vorsätze-Welle, beginnt. Man muss jetzt wieder in Form kommen. Der Sommer kommt und damit der Geist der Bikini-Figur. Aber wie sieht’s mit der Form unserer Seele aus?  Neulich habe ich ein gutes Zitat gelesen: „Alles was wir unterdrücken geht in den Keller Gewichte heben.“ In unserem Fall wäre das dann die Lust auf das Ausleben unserer Gelüste und auf Genuss. Zurecht trainieren die dann im Keller. Was ist mit all den juicy moments da draußen die wir verpassen, uns verbieten, weil wir “die Umleitung nehmen sollen”, weil ja der Sommer kommt... Versteht mich nicht falsch: Ich sage nicht, dass es nicht wundervoll ist einen Apfel zu essen - aber eben vor allem dann, wenn man wirklich Lust auf das hübsche Ding hat. Und im Zweifel bin ich mehr für Apfel & Schokolade statt Apfel statt Schokolade. Der Apfel mutiert sonst schnell zum ungeliebten Lückenbüßer - eine Rolle die ihm nicht gerecht wird. Schade wär´s ihn so in Erinnerung zu behalten.

101 Gurus mit 1001 Ratschlägen

Und jeder beansprucht für sich Recht zu haben. DEN Ernährungsansatz gefunden zu haben. Der eine predigt, dass Beeren und Fleisch das Nonplusultra sind, weil unsere Kollegen aus der Steinzeit so drauf waren. Der nächste schwört auf Rohkost. Und wieder ein anderer auf Intervallfasten und gibt und den Takt unserer Nahrungsaufnahme vor. Und woher soll man wissen, wer wirklich richtig steht? Wo das Licht für uns als Individuum angeht? Alles auf einmal oder nacheinender probieren? Ich kann sehr gut verstehen, dass einen dieser Gedanke frustriert zurück lässt.
In unserer Welt in der Top-Performance an der Tagesordnung steht, um mit dazu zu gehören, sind wir schnell, nein schneller als wir denken, in einem Hamsterrad der Zwänge und Zwangsgedanken angekommen. Die Kopf-Bauch-Thematik ist dann am Ende unsere hausgemachte Problematik. Verkrampft durch den Alltag? Ich kann mir Schöneres vorstellen.

Eine alte, weise Frau sagte mal

„ Von allem etwas“, und diese Frau ist meine Oma. Natürlich gilt das nur für Menschen, die keine ärztlich festgestellten Allergien haben oder vielleicht auch politisch oder religiös motiviert bestimmten Ernährungsformen folgen. Im Kern bringt es die Aussage aber auf den Punkt, den ich machen möchte: Am Ende macht es das Verhältnis. Kluge Entscheidung: Das Leben genießen! Beste Entscheidung: Balance halten. Ergebnis: Entspannt sein.
Da ist es wunderbar Lust auf Frisches zu haben (weil es einem schmeckt) und sich genau so alles andere offen zu halten. Bye Bye „special treats“, „cheats“, „verbotene Lebensmittel“ und Co.. Sich Dinge gänzlich zu verbieten, weil man das doch so tun muss, um weitere 100 Jahre schlank, gesund und schlau zu bleiben ist falsch und nervt. Damit stilisiert man diese Dinge zu etwas hoch, was sie tatsächlich gar nicht sind - zumindest nicht mehr als ein anderes Lebensmittel, ein Gericht der weiterer Snack - und macht sich selbst das Leben schwer. Man fragt sich wozu...

 

Wer sich noch schwer damit tut seinen Weg der Balance zu finden und zu gehen, kann mich gerne in einer Nachricht kontaktieren.

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Blogtext 67 Bild Ernahrungstrends klein

Ich habe mal wieder einen Artikel für den wunderbaren Blog Fuck Lucky Go Happy geschrieben. Den möchte ich euch auch hier nicht vorenthalten.
Wer Lust hat noch mehr von mir oder anderen fabelhaften Autoren zu lesen, schaut am Besten mal bei Fuck Lucky Go Happy direkt vorbei.

 

2019 rückt näher.

Damit wächst auch die Neugierde darauf, was das neue Jahr für uns bereithält. Trends kommen und gehen, verschwinden jedoch selten ganz von der Bildfläche. Es sind unser Lebensgefühl, unsere eigenen Gelüste und Bedürfnisse, die bestimmte Trends aber erst richtig aufblühen lassen. Nehmen wir z.B. den Veganismus: Mehr Menschen wollen friedlich im Einklang mit ihrer Umwelt leben und finden in dieser Ernährungsform außerdem einen potenziellen Weg weg von vielen Zivilisationskrankheiten. Je mehr Menschen dann einem solchen Vorhaben nachgehen, desto mehr Dinge finden wir mit der Zeit da draußen, die unseren Lifestyle erst recht unterstützen. Der Markt reagiert. Für 2019 gibt es spannende Trends und Bewegungen, die jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Aber seht selbst.


Ab in die Zukunft: Food-Trends 2019

Ich habe beobachtet und nachgefragt. Ich habe Wochen- und Supermärkte durchforstet. Und diese vier Trends haben sich für mich ganz klar für das neue Jahr herauskristallisiert.


Jenseits von Tofuwürstchen: Plant-based deluxe

Damals ging es um Fleischverzicht. Heute sind wir einen Schritt weiter: Vegan ist nicht mehr genug. Der Fokus liegt jetzt auf dem Grünzeug. Den Ruf der Wollsocke mit Birkenstock hat die Pflanzenfancommunity dabei schon längst erfolgreich abgelegt. Genau so wie plumpe Fleischersatzprodukte und veganen Pudding, die als Grundnahrungsmittel ihrer alltäglichen Ernährung ausgedient haben.

Zwar fluten mehr und mehr industriell hergestellte, vegane Produkte den Markt. Doch der/die plant-based deluxe Anhänger*in will mehr (oder eigentlich weniger). Plant-based deluxe zielt darauf ab, vor allem möglichst ursprüngliche und dabei pflanzliche Nahrungsmittel zu konsumieren, die unserem Körper gut tun, ihm helfen von innen heraus zu heilen und dafür ihre kraftvollen pflanzlichen Inhaltsstoffe nutzen. Tier glücklich, wir glücklich, alle glücklich.


Heimisch ist der Hit: Zurück zu den Wurzeln

Ist und bleibt dem Himmel sei Dank im Trend: saisonale Produkte aus regionalem Anbau. Uns werden großartige heimische Zutaten kredenzt, die durch Reife und kurze Transportwege sehr gute Nährstoffbilanzen vorweisen können. Wir nehmen die Jahreszeiten so nicht nur intensiver wahr, sondern leben mit Mama Natur in feiner Harmonie.

Vielleicht lernen wir sogar noch das ein oder andere unbekannte Kraut kennen, das bisher noch nicht in unserem Kochtopf gelandet ist. Getrieben wird der Ruf nach mehr lokalen Erzeugnissen nicht nur von Klimaschutzidealen. Er zeigt auch, dass es uns nach all der Entfremdung wieder wichtiger geworden ist zu erfahren woher unsere Lebensmittel stammen. Der Wunsch nach mehr Transparenz, Fairness und wirklich gesunden Erzeugnissen für Mensch und Natur lässt sich hier ganz klar erkennen – und absolut nachvollziehen. In diesem Sinne ab zum nächsten Hofladen, regionalen Wochenmarkt oder in deinen Garten.

Auch online findet man viele interessante Projekte. Vielleicht schließt du dich einer solidarischen Landwirtschaft-Gruppe an oder schaust dir mal die Verteilstellen von “Marktschwärmer” an.


Schnell, aber gesund

Wenig Zeit, viel um die Ohren, ständig unterwegs und hohe Ansprüche an die tägliche Ernährung. Klingt nach einem ehrgeizigen Unterfangen. Die Ernährungs-Lösung für alle rushing people kommt in Form von kompakt gepackten Leckereien daher, in denen auch vielerlei Superfoods versteckt sind -Tendenz steigend. Energieriegel mit leistungssteigerndem Maca oder dem Heilpilz Reishi, immunsystemstärkende Shots aus Ingwer oder auch Kurkuma, Müslimischungen mit maximal nährstoffreichen vorgekeimten Samen oder auch ready-to-mix Pulver für Latte-Drinks oder grüne Smoothies, die deinem Getränk das extra gesunde i-Tüpfelchen aufsetzen.
Klar werden auch im neuen Jahr einzelne Produkte oder Lebensmittel ganz besonders gehypt werden. Fakt ist, dass wir nicht jedem Trend hinterherlaufen sollten oder müssen. Wahr ist aber auch, dass wir uns mit dieser Form von Fast-Food nicht schaden und uns die ein oder andere stressige Situation gesünder überstehen lassen wird. Fürs Protokoll: Am gesündesten ist es trotzdem immer noch, sich fürs Essen Zeit zu nehmen.


Dogma ade: Gesunde Lust

Essen ist Leidenschaft. Essen ist Lust. Essen ist Lebensfreude. Essen ist eben so viel mehr als nur Energielieferant, Mittel zum Zweck, den knurrenden Magen zu besänftigen oder die Körpermitte straff und schlank zu halten. “Wer schön sein will muss leiden und geschmacksbefreite Dinge essen”: OUT!

Der Trend geht weg von der Enthaltsamkeit und bewegt sich hin zum Verständnis, dass eine gute Ernährung gesund und genussvoll zugleich sein kann. Essen wird wieder zelebriert. Dazu gehört auch wieder mehr, auf sein Bauchgefühl zu hören. Was tut einem selbst und dem Körper gerade gut? Das bedeutet zum Beispiel auch, nicht unbedingt zu essen, nur weil die Uhr oder die Gesellschaft es vorgeben. Oder aber das Dessert zu essen. Auch, wenn die Theorie sagt, dass man es sich verkneifen sollte. Weniger Food Facts und Vernunft, dafür mehr Empfindung und Gespür. Wundervoll. Liebe.

 

Das neue Jahr kann, kulinarisch betrachtet, auf jeden Fall kommen. Die Trends unterstützen uns darin, uns selbst Gutes zu tun und dabei auch unser Umfeld nicht aus den Augen zu lassen. Klingt nach einem foodfriedlichen 2019.

Worauf freust du dich am meisten? Willst du etwas Neues ausprobieren? Und welche neuen Produkte dürfen in deinem 2019er Vorratsschrank nicht fehlen?

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Blogtext 66 Bild Big Apple

Eva wusste es und wollte nicht widerstehen. Gwyneth liebt ihn so sehr, dass sie ihre Tochter nach ihm benannte. Künstler setzten ihn immer wieder in Szene. Die Rede ist vom Apfel. Saftig, knackig, mal süß, mal eher säuerlich. Das ist der Gute, um den es aus aktuellem Anlass (Saison!) gehen soll.

 

El Star, Jona Gold, Gala und Pink Lady - Stars am Fruchthimmel

Namen leicht abgeändert. Die Rede ist von den Apfelsorten Elstar, Jonagold, Gala und Pink Lady. Alte Sorten sind zum Bespiel Topaz und Freiherr von Berlepsch. Wir in Deutschland haben den Apfel auf jeden Fall zu unserer Lieblingsfrucht auserkoren und essen eine ganze Menge der tollen Früchte. Trotzdem ist der pro Kopf Verbrauch leicht zurückgegangen. Das sollte sich gerne wieder ändern, denn im Vergleich zum ernteschwachen Vorjahr, konnten die Apfelbauern in diesem Jahr die beste Ernte seit 15 Jahren einfahren. Da können Apfelkuchen, Apfelmus, Apfel im Ofen und Apfel im Rucksack kommen.

 

An apple a day keeps the doctor way.

Vielleicht nicht als lonesome player auf weiter Flur aber grundsätzlich gut möglich, denn die Frucht hat es in sich. Zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe agieren als starke Antioxidantien mit entzündungshemmender Wirkung; Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe wirken sich ebenfalls positiv auf unsere Gesundheit aus. Da die sekundären Pflanzenstoffe besonders im rohen Apfel vorhanden sind, sollte man gerne immer mal wieder kraftvoll zubeißen. Wie immer gilt, dass viele Nährstoffe in der Schale der Frucht sitzen. Wer also keinen Cocktail aus besten Zutaten und üblen Pestiziden haben will, tut gut daran Bioäpfel zu kaufen oder auf unbehandelten Streuobstwiesen selbst sammeln zu gehen.

 

Für sich schon stark, im Doppel unschlagbar

Kombiniert man die Nährstoffe von einem Apfel mit bestimmten anderen Lebensmitteln, kommen wahre Traumduos dabei heraus. Hier sind meine drei gefeiertsten perfect matches vom Apfel.

Apfel und Karotte schmeicheln der Haut


Das Beta Carotin der Karotte und die Antixodantien vom Apfel schützen die Haut und verleihen ihr ein frisches Aussehen. Außerdem schmecken sie wundervoll zusammen. Als Beispiel: Apfel und Möhre reiben, etwas Zitronensaft und Öl dazu. Voilà.

 

Apfel und Hafer senken den Cholesterinspiegel

Klingt vielleicht etwas langweilig, ist dafür aber umso wichtiger, denn ein zu hoher Cholesterinspiegel (insbesondere erhöhte Werte des LDL-Cholesterins) kann dazu führen, dass unsere Arterien verstopfen. Gar nicht schön. Umso schöner, wenn man ganz einfach Abhilfe schaffen kann. Die Ballaststoffe von Haferflocken und Apfel binden im Darm Gallensäure und verbessern so unseren Stoffwechsel. Damit wird auch der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt.
 Morgens also einfach mal zur Schüssel greifen und Haferflocken mit kleingeschnittenem Apfel kombinieren. Richtig gut passt da, auf allen Ebenen, auch noch die Prise Zimt dazu.

 

Apfel und Chirorée sind gut zur Leber

Die Bitterstoffe im Chicorée mögen nicht allen schmecken, wertvoll sind sie aber allemal. Sie regen nämlich besonders der Stoffwechsel der Leber an und das bedeutet u.a. Detox-Vollgas und Fettverdauung deluxe. Eine Überlegung wert Chicorée und Apfel als Rohkostsalat zusammen zu werfen. Und dank der Apfelsüße, ist das Leben auch nur noch halb so bitter.

 

Ich feiere den Apfel und freue mich über die frischen Teile, die uns gerade und auch die nächsten Wochen noch kredenzt werden. Habt Spaß und machts wie Eva: einfach zugreifen.

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 Blogbild Beautyfoods

Der grandiose Yoga- und Lifestyleblog fuck lucky go happy wollte von mir wissen, welche Beautyfoods uns wirklich strahlen lassen.
Hier kommt meine Antwort:
Schönheit kommt von innen. Manchmal auch von außen in Form einer tollen Gesichtsmaske oder deines neuen Sommerkleides. Doch wer wirklich strahlen will, braucht neben dem richtigen Mindset und viel Freude am Leben definitiv auch die richtigen Lebensmittel:

Beautyfoods, bei denen dein Körper gar nicht anders kann als dich in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Also gute Nachrichten: Wer schön sein will muss essen.

 

Haut voller Feuchtigkeit

Schüppchen um die Nase, trockene Ellenbogen oder Schienbeine, die Haut spannt unangenehm? Allesamt typische Anzeichen dafür, dass deiner Haut Feuchtigkeit und Fette fehlen.

Schritt Nummer eins ist, deine Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Das geht, indem du mehr trinkst aber auch dadurch, dass du Lebensmittel isst, die viel Flüssigkeit enthalten. Gerade im Sommer sind kalte Gurkenscheiben oder Wassermelone aus dem Kühlschrank eine richtig nette Sache.

Abhilfe schaffen auch gute Fette, wie z.B. die aus Avocado, Leinöl, Walnüssen, Kürbiskernen oder Chiasamen. Diese Kerne bzw. Samen sowie das jeweilige Öl enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Und diese sind wiederum für die Bildung von Collagen verantwortlich, das Bestandteil unseres Bindegewebes ist.

 

Straffe Haut im Gesicht und am Po

Collagen, das ist auch die Sache, die für straffe Haut und als Anti-Aging-Mittel wirkt. Und Vitamin C stimuliert die körpereigene Produktion dieses Wunderproteins. Also ran an frische Paprika und Beeren, die davon jede Menge enthalten.

Vitamin C zählt übrigens auch zur Gruppe der Antioxidantien. Diese kleinen Superhelden schützen uns und unsere Haut vor Aggressoren von außen, wie zum Beispiel Abgase. Verfrühte Faltenbildung ist so Schnee von gestern.

Essentiell für deinen straffen Po ist es, den Krieger II beim Yoga lächelnd viele Atemzüge halten zu können – und einen guten Stoffwechsel zu haben. Gemüse liefert viele gute Ballaststoffe, die unseren Darm arbeiten lassen und durch ihre sekundären Pflanzenstoffe der Leber beim Entgiften helfen. Weniger Giftstoffe im Körper bedeutet weniger Dellen und Falten -eine einfache Gleichung. Besonders hilfreich sind hier Grünkohl, Pak Choi, Brokkoli, Kresse, Rucola & Co. Deshalb: Labe dich reichlich an den grünen Blättern.

 

Schöner Teint, gesunde Gesichtsfarbe

Die schenkt dir Betacarotin, die Vorstufe von Vitamin A. Das ist reichlich in Karotten, Süßkartoffeln, Aprikosen oder auch Pfirsichen enthalten. Tomaten enthalten noch ein ganz besonderes Carotinoid names Lycopin. Das ist für die charakteristische rote Farbe verantwortlich und hilft uns dabei, auch ohne Sonnencreme nicht ganz so schnell selber rot zu werden. Der natürliche Lichtschutzfaktor von innen quasi. Aber auch bei unreiner Haut ist die Tomate uneingeschränkt empfehlenswert.

Der Traum vom kräftigen Haar, guter Haut und starken Nägeln...

wird wahr, wenn du deinem Körper ausreichend B-Vitamine und ganz besonders B7 zukommen lässt. B7 oder auch Biotin genannt kommt in vielen Lebensmitteln vor. Ganz besonders viel davon kannst du in Haferflocken, Hülsenfrüchten wie Linsen sowie Erdnüssen und Mandeln finden.

Auch Eisen ist elementar für Haare, Haut und Nägel. Dafür gerne zu Linsen, Grünkohl und Rote Beete greifen. Am besten mit einem Spritzer Zitronensaft: Der bringt Vitamin C mit und das wiederum unterstützt den Körper bei der Eisenaufnahme.

Der all-over Glow-Effekt

Dein Körper soll strahlen? Dann lass ihn seine Arbeit machen. Wie wir alle aus unserem Berufsleben wissen, gibt es Dinge und Umgebungen, die uns das Arbeiten leichter machen oder auch Situationen, in denen konzentriertes Arbeiten quasi unmöglich ist. So geht es auch unserem Körper.

Balance, Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf und eine vorwiegend basenreiche Ernährung (also mit viel Gemüse, Obst und gesunden Ballaststoffen) helfen ihm dabei, eine ideale Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Stress, viel Koffein, übermäßiger Alkoholkonsum, Zigarettenrauch, Mittagssonne, Abgase & Co. lassen ihn nur die Feuerwehr spielen. Für die gesunde Basis bleibt dann aber kaum noch Zeit und Energie übrig.

Mein Beautyfood-Geheimtipp im Sommer 2018

Beeren sind im Sommer in aller Munde – zu Recht und alle Jahre wieder. Dabei vergisst man aber leider gerne mal die anderen, stillen Helden. I proudly present: das heimische Radieschen. Sieht nicht nur mächtig hübsch und knackig aus, nein, kann auch richtig viel.

Die pinken Knöllchen enthalten viele Mineralstoffe. Das ist vor allem im Sommer tipptopp, denn wir schwitzen mehr und brauchen daher mehr Mineralstoffe. Aber auch viele B-Vitamine und Vitamin C stecken im Radieschen, wie auch Senföle. Die machen das Radieserl, wie man in Bayern so schön sagt, nicht nur scharf, sondern verleihen ihm eine antibakterielle und verdauungsfördernde Wirkung.

Wochenmarkt statt Drogerie heißt die Devise.

Für die gelungene Schönheitskur gehts dieses Mal also auf den Markt statt in die Drogerie.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Essen, Strahlen und hinreißend Aussehen. Welche Beautyfoods sind deine absoluten Favoriten und must-haves im Einkaufskorb?

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Blogtext 44 Bild Berry love KW 19

PINK, ROT, ROSA, DUNKELLILA

- sie erstrahlen in prächtigen Farbtönen! Frisch, saftig, süß oder auch sauer: die Beeren kommen langsam wieder zurück. Die Zeit des langen (Winter-)Wartens läuft ab, der Sommer steht in den Startlöchern und so auch die süßen, kleinen Wunder aka Beeren.

Egal ob Himbeere, Erdbeere, Brombeere, Heidelbeere, Stachel- oder Johannisbeere - allen gemein ist, dass sie wahre Kraftprotze sind! Sie stecken voller Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe, sekundärer Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Und dabei enthalten sie wenig Zucker, was sie zu einem idealen Mahlzeitenbegleiter oder Snack macht.

Hier mal ein paar simple Fakten zu den einzelnen Wunderbeeren:

DIE HIMBEERE

Zarte Geschöpfe, diese leckeren Himbeeren. Dunkelrosa und so stoßempfindlich - aber dabei eigentlich wahre Kraftpakete. Viel Vitamin C, Eisen und Kalzium findet sich in den kleinen Schönheiten. Dazu paart sich der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyan (ein Pflanzenfarbstoff), der zur Gruppe der Polyphenole zählt. Noch um ein vielfaches stärker als z.B. das Vitamin C, schützt uns dieser Stoff vor freien Radikalen und somit Zellschäden.
Die Himbeere zählt zu den schon sehr alten Früchten - bereits unsere Kollegen aus der Steinzeit ließen sich die Himbeeren wohl schmecken.

DIE ERDBEERE

Erdbeerduft. Perfekt. Dann riecht es nach (Früh-)Sommer. Egal ob pur, als Erdbeerkuchen oder auf Salate mit Balsamicodressing - immer lecker und dabei eben auch sehr gesund. Erdbeeren enthalten viel Vitamin C und dazu noch eine gute Portion der Mineral- uns Spurenelemente Kalzium, Zink und Kupfer. Auch im Bereich der sekundären Pflanzenstoffe kann die Erdbeere zweifelsohne mithalten und hilft uns somit unser Herz-Kreislaufsystem gesund zu halten. Sehen ja auch aus wie kleine roten Herzen…

DIE HEIDELBEERE aka BLAUBEERE

Blaue Wunderkugel könnte ihr Name auch sein! Vitamin C, E, K und B; außerdem viel Magnesium und Eisen. Mit Vitamin C und E trägt sie gleich zwei kraftvolle Antioxidantien in sich. Außerdem findet sich sich hier der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyan wieder. Der hilft uns dabei hübsch faltenfrei(er) zu bleiben. Perfekte Kombination diese kleine blaue Wunderkugel: schmeckt und hält hübsch.

DIE BROMBEERE

Wunderhübsche schwarz-lila Beerenpakte. So sieht sie aus, die schwarze Variante der Himbeere.
Auch sie ist ein Bündel von Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem enthält sie aber Provitamin A, auch als Beta-Carotin gekannt. Das ist die Vorstufe von Vitamin A, einem fettlöslichen Vitamin, das u.a. für gesunde Augen und Haut sorgt. Gerne die Beeren also nicht nur pur sondern im Müsli, Salat oder Shake mit einer Fettquelle, wie Nüssen, (Pflanzen-)milch oder Öl genießen.

DIE JOHANNISBEEREN

Dreierlei Farbvarianten kann uns die Johannisbeere liefern: rot, schwarz und auch (seltener zu sehen) weiß. Und die schmecken dann auch alle etwas anders. Während die roten Beeren meist sehr sauer sind, sind schwarz die herben Vertreter und die weißen Kügelchen meist die süßesten.
Alles in allem enthalten sie vor allem eine ganz ordentliche Packung Vitamin C, das wiederum als kraftvolles Antioxidans bekannt ist.

DIE STACHELBEERE

Oh, ist ja gar nicht rot, rosa oder lila. Nein, die Stachelbeere kommt anders daher: sie ist meist grün oder gelb und nur selten rot. Wie hübsch. 
Und sie macht hübsch. Wieso? Die Stachelbeere enthält viel Silicium und das wiederum sorgt für ein straffes Bindegewebe. Also nichts wie los, ladies (& gentlemen) und ran an die Stachelbeere. Ab Juni kann man sie in den Regalen finden und genießen!

DIE ARONIABEERE

Dunkellila, fast schwarz kommt diese kleine Beere daher. Im Sommer bekommt man sie manchmal in gut sortierten Läden auch frisch. Ansonsten vor allem verstärkt in Saftform oder auch Pulver, dass man sich in einen Shake oder unter den Joghurt mischen kann. Geschmacklich muss man mit der Arionabeere erstmal Freundschaft schließen: sie ist herb-säuerlich. Hat also geschmacklich betrachtet zu ihren Artgenossen einen gewissen Nachteil, denn mit süß und saftig ist da nicht viel.
Trotzdem muss man festhalten, dass die Beere viel kann. Neben zahlreichen Vitaminen, ist der mengenmässig grösste und wahrscheinlich interessanteste Wirkstoffanteil in der Aroniabeere großen Gruppe der Polyphenole. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen man wiederum eine Vielzahl gesundheitsfördernder Eigenschaften zuschreibt, wie z.B. antikarzinogen zu wirken. Die Gruppe der Polyphenole gilt außerdem kraftvolles Antioxidans von denen die Aroniabeere, im Vergleich zu anderen Beeren, eine sehr große Menge enthält. Sie schützt uns also vor freien Radikalen und hält uns und unseren Körper gesund & jung!

DIE GOJIBEERE


Der Hauch von Exotic im Land der Beeren. Sie wächst vor allem in China, der Mongolei und Teilen Tibets. Wir bekommen sie hier primär in getrockneter Form. Somit sind sie eine leckere Ergänzung in Müslis oder auch mal als Topping auf einen Shake. 
Die rotpinken Beerchen werden in der Traditionell Chinesischen Medizin schon länger eingesetzt. Das liegt vor allem daran, dass sie einen ziemlich tollen und dichten Mix aus Sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, komplexen Kohlenhydraten und essentiellen Fettsäuren sowie Aminosäuren enthalten.

Achtung: China-Landwirtschaft ist mit Vorsicht zu genießen. So sind leider viele Gojiberries mit vielen Pestizidrückständen belastet. Die will kein Mensch in sich haben. Die getrockneten Gojiberries von der Firma Morgenland haben beim kürzlich erschienenen Test von Stiftung Ökotest mit sehr gut abgeschnitten.

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