Meine Beobachtungen haben mir eine Sache ganz klar gezeigt: 
erstaunlich viele Menschen reagieren mit Fragezeichen darauf, wenn zur Sprache kommt, dass ich mich pflanzenbasiert ernähre.

 

 "Aber Was Kannst du Überhaupt noch essen?"

Häufig die erste Frage. Die lässt sich schnell klären. Es gibt mittlerweile so viele wundervolle Blogs und Kochbücher zu diesem Thema, dass selbst Personen, die einen Bogen um Sojaprodukte, Nüsse, u.a. machen nicht unter Langeweile auf dem Teller leiden müssen. Problem also an dieser Stelle gelöst.



Schwieriger ist dann die Frage, die sich hier häufig direkt anschließt.


 

"ABER hast du denn gar keine bedenken, dass es dir an wichtigten nährstoffen, vitaminen, etc. mangeln könnte?"

Ich will auch auf keinen Fall abstreiten, dass das ein Punkt ist, an den man denken muss. Es braucht Wissen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. 
Gleichzeitig komme ich nicht drumherum mich im selben Moment zu wundern, ob sich mein gegenüber ebenfalls schon detailliert mit den Vitamin- und Nährstoffgehalten der Bestandteile seiner Ernährung auseinandergesetzt hat. Weiß er denn ob er genügend Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nimmt? Enthält seine Nahrung ausreichend Ballaststoffe? Ich könnte weiterfragen.

Wollen wir doch ehrlich sein: für einen Mangel braucht es letzten Endes keine bestimmte Ernährungsform...
 Es ist grundsätzlich schön zu merken, dass meine Mitmenschen sehr besorgt sind! Und gerne wäre ich mir sicher, dass sie mit ähnlich großer Sorgfalt auf ihre Ernährung achten.



Weiter. Nächste Frage:

 

"ABER fällt dir das denn gar nicht schwer auf alles zu verzichten?"

Ich finde es geht hier nicht unbedingt um Verzicht und erst recht nicht um alles. Es geht um einen Gewinn durch kluge Alternativen. 
 Ich kann nicht anders als hier eine Gegenfrage zu stellen: „Aber warum sollte es mir schwer fallen? Weil ich mich gesund und fit fühle? Weil ich mich in meinem Körper wohlfühle? Fällt es dir schwer etwas zu tun, wenn du dich gesund, ausgeglichen, vital & wohl in deiner Haut fühlst?" Oder auch anders gefragt."Sehnst du dich generell nach Dingen, die du nicht vermisst?"
 Der Gedanke der angeblich so großen Entbehrungen steht so dominant im Raum. Dabei wird nur im Eifer des Gefechtes eine ganz wichtige Sache vergessen. Für mein Engagement erhalte ich soviel Positives - wie und warum sollte mir da etwas schwer fallen?



 

Fakt ist - und das kam bisher vielleicht nicht so rüber: jede Frage ist mir lieb! Es zeigt, dass Ernährung ein Thema ist, das uns beschäftigt. Vor allem dann, wenn es von der Norm abweicht, birgt es Stoff für Diskussionen.

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