regale supermarkt 2

„Der Mann im Fernsehen hat gesagt, dass das gesund ist.“

- und von der grün-bunten Verpackung strahlen einem bereits von mehreren Metern Entfernung Schlagworte wie „Enjoy“, „Power“, „Fitness“, „Drink better“ und Co. entgegen. Das ist unsere Supermarktrealität. Viele Anbieter versuchen uns mit bestimmten Begriffen davon zu überzeugen, dass wir es mit einem besonders gesunden und guten Lebensmittel zu tun haben. Und ganz ehrlich: sie schaffen es auch meistens. Denn die Verlockung ist zu groß, die Werbung auch manchmal einfach zu gut oder aber das Produkt ist manchmal wirklich okay. Ja, auch diese Option gibt es natürlich, wenn auch eher selten. 

Ich möchte euch in meinem Artikel auf einige Zusatzstoffe dieser, oft als gesund angepriesenen Lebensmittel, hinweisen. Versteht es wieder als Ermunterung meinerseits einmal hinter die Kulissen - oder einfach auf die Zutatenliste - zu schauen. Ich möchte euch nicht den Spaß am Leben oder am Essen nehmen. Im Gegenteil: davon sollt ihr am Ende viel mehr haben.

Um euch das Leben im Supermarkt etwas leichter zu gestalten, habe ich vier Gruppen zusammengestellt, auf die ihr beim nächsten Mal achten könnt:

Aromastoffe

Hast du dich schon mal gefragt, wie sich dein Körper wohl fühlen mag, wenn du ihm einen Erdbeerjoghurt ohne eine einzige Erdbeere einverleibst? Das gibt es? Ja, leider werden Aromen den natürlichen Zutaten viel zu oft vorgezogen, da diese einfach viel günstiger in der Herstellung sind.

Dein Körper fühlt sich dann folgendermaßen: alle Stoffe für die Verstoffwechslung von einer Erdbeere wurden bereitgestellt. Außerdem wurden alle verantwortlichen Stationen im Körper darüber informiert, dass eine entsprechende Vitamin- und Mineralstoffmixtur ankommen wird. Und dann? Nichts davon. Die Reaktion deines Körpers? Auch wenn du ihm gerade Nahrung zugeführt hast, hungert er innerlich. Er wird mehr verlangen, denn das was du ihm eigentlich versprochen hast…das kam nie an. Konsequenz: Gewichtszunahme


Salz

In vielen Fertigprodukten, auch wenn diese als „sommerlich leicht“ oder ähnlich attraktiv benannt sind, ist viel Salz enthalten. Viel mehr Salz, als wir uns das selbst unters Essen mischen würden. Konsequenz: zum einen lagert der Körper vermehrt Wasser ein, denn Salz bindet Wasser. Langfristig kann erhöhter Salzkonsum außerdem vermehrt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Also lieber selbst bestimmen wie viel Salz man essen möchte.

 

Geschmacksverstärker

Glutamat ist einer der bekanntesten und umstrittensten Geschmacksverstärker. Das weiße Wunderpulver intensiviert den Geschmack eines jeden Lebensmittels. Wir haben in unserem Gehirn Rezeptoren für Glutamat, denn das ist auch als Botenstoff in unserem Körper unterwegs. Es hat die Aufgabe zum Essen anzuregen. Das Problem liegt nun offensichtlich auf der Hand: führen wir mehr und mehr Geschmacksverstärker zu uns, desto größer wird unser Appetit. Die Namen sind divers. Sie reichen von E 621, E 622, E 623, E 624, E 625 bis hinzu Hefeextrakt, das sogar in Biolebensmitteln zugelassen ist.

 

Zucker/ Zuckeraustauschstoffe

Zucker, Fruktosesirup, Aspartam & Co.. Diesen kleinen Waffen habe ich schon einen ganzen Artikel gewidmet. 
Hier als nur als nochmaligen, kurzen Hinweis: Light oder zuckerfreie Produkte, Zero Calories - Softdrinks oder Diät-Label sind keine Alternative! Diese Produkte sind nur für die Lebensmittelwirtschaft toll, denn die macht damit sehr viel Geld.

 

Ich werde mit Sicherheit noch das ein oder andere Mal auf versteckte Inhaltsstoffe und falsche Versprechen zurückkommen. Dafür gibt es einfach zu viel da draußen um nicht darauf hinzuweisen.

Bis dahin oder grundsätzlich gilt aber:

wer natürliche, frische Zutaten verwendet und diese selbst zubereitet, macht täglich einen riesigen Schritt in die richtige Richtung seinem Körper etwas Gutes zu tun! Und wenn das nicht jeden Tag klappt, dann versucht einfach die bestmöglichen Entscheidungen FÜR EUCH zu treffen.

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