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Es soll um Superfoods gehen. Diesen neumodischen Kram...

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten von euch den Begriff "Superfoods" in den letzten Monaten irgendwann schon mal gehört haben. Man kommt eigentlich gar nicht mehr daran vorbei. Egal ob in Beauty, Sport oder Gesundheitsmagazinen – Superfoods sind überall. Sie verfolgen einen und lassen uns denken, dass wir ohne sie nie wirklich sein könnten!
Da der eine mehr damit anzufangen weiß als der andere, hier noch mal in aller Kürze:

Was sind denn Superfoods eigentlich?

„Superfoods“ ist eigentlich ein vom Marketing geprägter Begriff. Er umfasst Lebensmittel, die eine hohe Nährstoffdichte vorweisen und so für unsere Gesundheit und unser Wohlergehen äußerst attraktiv sein können.

Klingt jetzt etwas schwammig...ist es auch.

Denn an dieser Stelle muss man anmerken, dass eine solche Definition eigentlich so gut wie alle Obst- und Gemüsesorten bzw. natürlichen, unverarbeiteten Lebensmittel inkludiert.

Fakt ist, dass besonders exotische Lebensmittel, wie Goji-Beeren (z.B. aus China), Chia-Samen (u.a. aus Mexiko), Quinoa (v.a. aus Peru) oder auch die Acai-Beere (aus Brasilien) mit dem Stempel Superfoods wundervoll vermarktet wurden und werden. Teilweise in einer Intensität, dass das sogar für die dortige Lokalbevölkerung negative Konsequenzen hat. Hinzu kommt, dass diese Exoten auch nicht ganz günstig sind.

Ich will diese tollen und sehr leckeren Lebensmittel selbst nicht missen. Sie schmecken toll, man kann wundervolle Gerichte aus ihnen zaubern und sie enthalten wirklich ein großes Bündel großartiger Nährstoffe!
Gleichzeitig ist es meiner Meinung nach elementar das Gesamtbild nicht aus den Augen zu verlieren. Und das bedeutet wiederum auch darauf zu achten woher meine Lebensmittel kommen - regionale Produkte vielleicht sogar zu bevorzugen; auf jeden Fall aber feste in den eigenen Speiseplan einzubinden.

Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.

Ich möchte euch hier 5 lokale Superfoods vorstellen, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich haben und den Geldbeutel nicht strapazieren.

Rote Bete:

Sieht so aus: eine herrlich dunkelpinke Knolle – mal mit grün oder ohne grün oben dran.
Kann das: Ist z.B. reicht an Betain, einem sekundären Pflanzenstoff. Dieser kräftigt Leber und Galle und sorgt so dafür, dass unsere Verdauung gut funktioniert. Das wiederum hilft uns dabei Stoffwechselendprodukte und toxische Stoffe schneller und besser auszuscheiden.
Rote Bete enthält außerdem eine gute Portion Eisen, welches durch etwas Zitronensaft (Vitamin C) vom Körper besser aufgenommen werden kann. Vor allem für all jene interessant, die kein Fleisch essen. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Deutsche unter einem Folsäuremangel leiden (Folsäure ist wichtig für eine gesunde Zellteilung und –erneuerung) will ich auch diesen Nährstoff in Verbindung mit der Roten Superrübe genannt haben. Auch dieser ist ausreichend enthalten.
Was man damit macht: Saft; in den Salat reiben; gemeinsam mit dem Rote Bete Grün dünsten und etwas Zitrone und Olivenöl dazugeben.

Grünkohl:

Sieht so aus: grüne, krisselige Blätter
Kann das: Grünkohl, wie auch anderes grünes Blattgemüse wie z.B. Spinat, sind extrem nährstoffreich. Grünkohl hat die Eigenschaft sich positiv auf die Leber auszuwirken und unterstützt unseren Stoffwechsel. Er enthält außerdem viel Eiweiß, was für alle, die sich frei von tierischen Produkten ernähren, interessant sein sollte.
Auch im Bereich der sekundären Pflanzenstoffe und Antioxidantien kann der Grünkohl so einiges: entzündungshemmende und antioxidative (zellschützende) Eigenschaften sind ihm damit sicher!
Was man damit macht: Kale (also Grünkohl)-Chips; Salat oder auch als Zutat in der Suppe verwenden.

Kresse:

Sieht so aus: in kleinen Schälchen, auf Watte gezüchtet – die kleine grüne Plantage.
Kann das: Gartenkresse ist zwar mini, aber eigentlich ganz groß: Sie enthält viel Eisen, Vitamin C, Kalzium, Vitamin A, uva. und trägt somit , selbst in überschaubaren Mengen, schon gut zu unserem täglichen Bedarf bei.
Die Kresse-Samen haben in der alten Heilkunde gleich für mehrere Beschwerden einen festen Platz.
Was man damit macht: am Besten als Topping auf ein Butterbrot, die Suppe oder den Salat geben.

Blaubeeren:

Sieht so aus: klein, prall, dunkelblau – zum Anbeißen.
Kann das: Diese blauen Beeren sind reich an Antioxidantien, randvoll mit Nährstoffen und helfen erwiesenermaßen die Schäden freier Radikale zu mildern und Gewicht zu verlieren. Es gibt mittlerweile sogar eine Studie die zeigt, dass diese blauen Wunderdinger vor Arterienverkalkung (und somit langfristig vor Herzinfarkten und Schlaganfällen) schützen. Dabei ist es egal ob man die Beeren frisch, eingefroren oder trocken gefrostet isst.
Was man damit macht: im Joghurt, Smoothie oder Müsli – immer lecker.

Weizengras:

Sieht so aus: Wie Gras...meist aber als grünes Pulver weiterverarbeitet.
Kann das: Weizengras enthält viel Chlorophyll und ist reich an zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen. So reich, dass es manchmal mehrere Kilogramm Bio-Gemüse in den Schatten stellen könnte. Im Gegensatz zu den Weizenkörnern enthält Weizengras kein Gluten, wirkt so letzten Endes auf den Körper alkalisch und provoziert keine eventuell vorhandene Unverträglichkeit bzw. Glutensensibilität.
Chlorophyll ist übrigens deshalb so grandios, da es nicht nur die Bildung neuer Blutzellen fördert und den Sauerstofftransport zu den Zellen fördert. Es regt darüber hinaus den Organismus zur Entgiftung an und bringt unseren Säure-Basen Haushalt durch seinen alkalisierenden Effekt ins Gleichgewicht.
Was man damit macht: am Besten man rührt einen TL Weizengraspulver in etwas Saft oder gibt es in den Smoothie.

 

Man muss also nicht unbedingt in die Ferne schweifen oder tief in die Tasche greifen, um wahre Superfoods auf seinem Teller zu haben.

Happy Clean Eating & a happy Clean Life!

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