Blogtext 61 Bild KW 46 Sintflut

 

Logo rechts: copyright Julia Hartmann, Locally Inspired GmbH

 

und alle, die immer noch so denken, wird die Flutwelle treffen.

Oder aber sie merken doch noch, und das lieber später als nie, dass sich etwas ändern muss; dass sie sich ändern müssen, können und sollen.



2017. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass wir uns eine einem riesengroßen Dilemma befinden.

Die schlimmen Nachrichten sind allgegenwärtig: wieder eine Reportage über die schlimmen Arbeitsbedingungen in Bangladesch, wieder eine Nachricht über die nächste Klimakatastrophe, ein Beitrag zur pervertierten konventionellen Tiermast jagt den nächsten Lebensmittelskandal. Von rechts und links, oben und unten prasseln Negativmeldungen auf uns ein. Und was löst das bei dir aus? Bei den meisten Menschen tatsächlich eine Art Schockstarre. Handlungsunfähigkeit. Lähmung. Verdrängung. Überforderung.

Und weißt du was? Ich kann das erst einmal verstehen.

Ich kann das verstehen, weil diese Menge an schlechten Nachrichten das Gefühl evozieren letzten Endes ja nichts daran ändern zu können. Eben nur das eine kleine arme Würstchen zu sein, dass doch nichts bewirken kann. Und selbst, wenn irgendwelche Aktivisten mal wieder sagen: „jeder zählt“ - du denkst, dass das realitätsferne Spinner sind. Verblendete Idealisten. Das Gefühl in einem uferlosen, grenzenlosen Dilemma zu schwimmen überwiegt. Da ist dieser Pool voller Dinge und man weiß nicht wo man eigentlich zuerst ansetzen soll. Alles erscheint irgendwie so wichtig und dringlich. Da sieht es viel einfacher aus die Lösung darin zu suchen Dinge wegzuschieben, auszublenden, aus seinem eigenen Leben eben zu verdrängen.

Der Eindruck, dass das aktive Handeln allerdings mehr als notwendig ist, trügt nicht.


Schlechte Nachricht: es ist tatsächlich kaum möglich alles auf einmal zu ändern. 
Gute Nachricht: bei allem bedarf es einem Anfang.

Und der erste Schritt ist es mit einem Grund-Positivismus an die Sache heranzugehen. Schluss mit dieser Negativspirale. Kein „das bringt doch eh nichts“ mehr. Es lebe der Aufwärtstrend. Und damit ist kein Realitätsverlust gemeint sondern die Konzentration aufs Positive! Fang doch mal an zuerst die Dinge zu ändern, die dir leicht fallen: hast du bisher deine Lebensmittel beim Discounter gekauft? Dann versuch doch mal einige deiner Lebensmittel durch faire biologische Alternativen zu ersetzen. Ein gutes Beispiel hier ist Reis. Du kannst ihn in der konventionellen Billigvariante kaufen oder in Bioqualität mit Fair-Trade Siegel. Ähnlich sieht das bei Kaffee aus. Bei Eiern kannst du dich bewusst für solche Anbieter entscheiden, die das Schreddern von männlichen Küken unterbinden. Landest du jeden Monat bei einem der großen Kleidungsgiganten um dir das x. günstige T-Shirt zu kaufen? Dann frag dich das nächste Mal, ob du das wirklich brauchst. Oder kaufe es dir aber bei einem Anbieter, der faire Handelsbeziehungen zu den Baumwollbauern pflegt und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren lässt.Wieder zu viel gekocht? Dann kannst du den Rest morgen essen oder vielleicht sogar einfrieren - auf jeden Fall nicht wegschmeißen. Sei in deinen eigenen vier Wänden ein aktiver Gegenspieler zur Lebensmittelverschwendung. Noch ein Beispiel gefällig? Dein MakeUp ist nicht nur superteuer sondern auch von einer der großen Kosmetikfirmen? Probier doch beim nächsten Mal eines, das auf Tierversuche verzichtet, dir und deiner Haut giftige Inhaltsstoffe erspart und dabei sogar meist noch günstiger ist. Oder: du gibst schon viel Geld für deine Unterwäsche aus - vor allem, weil da "Hinz&Kunz" draufsteht? Na, dann investiere das nächste Mal doch in eine qualitativ bessere Untendruntervariante, die dann sogar noch Gutes tut.


Diese Schritte muss man einfach nur tun. Sie liegen quasi auf dem Serviertablett vor dir!



Gutes tun. Gutes kaufen. Gutes anstiften. Darf ich vorstellen? Karma ist ein Boomerang.


Es gibt mittlerweile viele tolle Projekte und auch größere Unternehmen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben anders zu sein. Sie wollen die Lösung und nicht länger Teil des Problems sein. Gleichzeitig kümmert sich die Masse noch nicht. Es ist noch nicht angekommen, dass wir ohne unsere natürliche und menschliche Umwelt nichts sind. Viele Konsumenten wissen auch nicht um die Vorreiter im Gut-Sein-Business. Das muss sich dringend ändern! 
Das dachte sich auch Julia als sie Locally Inspired gegründet hat. Locally Inspired will diesen Gutmenschen und Lokalhelden eine Plattform bieten. Locally Inspired will uns Konsumenten aufzeigen, dass es Alternativen gibt und sie dir vorstellen. Die Assoziation Wollsocke in Birkenstock beim Wort Nachhaltigkeit ist hier Geschwätz von gestern. Sexy kommen sie daher. Jung, attraktiv, voller Tatendrang. Das muss unterstützt werden. Und was kannst du dafür tun? Shoppen. Hübsch brav shoppen.

Wer hätte gedacht, dass es so einfach sein kann Gutes zu tun.



Ganz ehrlich, schon 1991 hat der King of Pop für uns „Heal the world“ geschmettert. Die Devise muss im Jahr 2017, also schlappe 26 Jahre später, endlich lauten „mit mir die Sinnflut“ statt „nach mir die Sintflut“. 
Fang an. Und mach dann weiter! Es macht sogar Spaß!

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