Blogtext 50 Bild golden milk and choc KW 50

Draußen kalt, innen warm. Damit ist nicht nur euer Zuhause gemeint sondern auch euer Bauch.

Wenn die Temperaturen sinken, tut es unserem System gut ihm Wärmendes und Nährendes zu geben und uns von innen einzuheizen. 
Klassiker hierfür unter den Gewürzen sind Ingwer, Chili, Pfeffer & Co.. Diese gepaart mit anderen Wunderwaffen wie Kurkuma oder auch Kakao schmecken nicht nur phänomenal sondern tun uns richtig gut.

Hier findet ihr zwei meiner Lieblingsrezepte, die einige dieser Zutaten ganz einfach kombinieren!

Die Goldene Milch


Ein Getränk aus der Welt des Ayurveda kommt - die Golden Milk. Ihr wird nachgesagt, dass sie ein heilendes Getränk ist. Kein Wunder, wenn man die Zutatenliste liest. Hier reiht sich ein sogenanntes Superfood ans andere. Zuallererst tut sie aber vor allem eines: wunderbar schmecken! Gerade dann, wenn man nicht nach dem explizit süßen Getränk sucht, sondern gerne etwas Würze dabei hat.

Ihr braucht dafür folgendes:


  • - 250 ml Pflanzenmilch oder Milch
  • - ein kleines Stück (2cm) frischen Kurkuma
  • - ein kleines Stück (1cm) frischen Ingwer
  • - 1/4 Tl Zimt (wer mag auch gerne etwas Kardamom und Muskatnuss)
  • - zum Süßen: eine Dattel oder 1 Tl Kokszucker; auch Honig ist möglich
  • - 1 TL Kokosöl oder Ghee

Milch mit den Gewürzen und restlichen Zutaten erwärmen und gut verrühren. Anschließend mit einem Hand- oder Standmixer pürieren. So wird die Milch ganz wunderbar cremig.
Wer mag kann die Milch noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer toppen. Dieser soll die Wirkung von Kurkuma bzw. des darin enthaltenen Curcumin noch verstärken. Ähnlich verhält sich das mit dem zugefügten Fett in Form von Kokosöl oder Ghee. Das hilft das kaum wasserlösliche Curcumin besser aufnehmen zu können. Dem Stoff, der das Kurkuma so wunderbar gelb sein lässt (Achtung bei der Verarbeitung: auch die Finger werden herrlich gelb davon!), ist entzündungshemmend! 
Wer mal keine Zeit oder Lust hat alle Zutaten einzeln zu Hause zu haben und zu verarbeiten kann mittlerweile im gut sortieren Bioladen auch fertige Mischungen (Kurkuma Latte u.ä.) kaufen. Grundsätzlich fein. Am Besten aber immer noch mal einen kurzen Blick auf die Zitatenliste werfen ob auch wirklich nur das drin ist was man in einer Golden Milk haben will.

 

Chili-Schoko-Gewürzmilch

Chili heizt ein. Kakao (in seiner ursprünglichen Form) wirkt stimmungsaufhellend, denn er enthält u.a. Serotonin und Dopamin. Beides auch Botenstoffe in unserem Körper, die wichtig für unsere gute Laune sind.

  • -250 ml Mandelmilch (oder eine Milch deiner Wahl)
  • - 1 TL pures Kakaopulver (am Besten in Rohkostqualität)
  • - 1 TL Kokoszucker oder eine Dattel
  • - eine ganz kleine Prise Pfeffer, Chili (frisch oder auch als Pulver) und Zimt

Auch hier alle Zutaten (bis auf den Pfeffer), wie bei der Golden Milk, in einem Topf gemeinsam erhitzen und anschließend in einem Mixer cremig schlagen lassen.



 

In diesem Sinne wohlig warme und fröhliche letzte Tage in diesem Jahr.

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 Blogtext 49 Bild not Vit D KW 47

Eigentlich wollte ich über Vitamin D schreiben. Weil Vitamin D für uns ungemein wichtig ist.

Und weil wir aufgrund unseres Breiten- & Längengrades leider jedes Jahr für ein paar Wochen, ja Monate den kürzeren ziehen was die Sonnenstunden betrifft. Oder aber selbst wenn sich die Sonne in den kälteren Wochen raus traut wir eben zu wenig Haut zeigen können, als dass unser Körper hübsch in die Vitamin D Produktion einsteigen könnte. Das kann er nämlich selbst machen, ja - aber Sonnenlicht braucht er dafür. 
Ich kürze es heute ab und sage euch: sucht euch für die dunklen Stunden, die da nahen ein gutes Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel und nehmt es zu einer Mahlzeit ein. Denn zur Aufnahme von Vitamin D braucht unser Körper etwas Fett! Bis zum Frühjahr, Sommer, dann könnt ihr es wieder bleiben lassen. 


Die Details zu Vitamin D sind nur aufgeschoben und nicht aufgehoben aber meine Einkaufserlebnisse von heute dulden leider auch keinen Aufschub.

Ich habe mich nämlich dabei ertappt, dass mich nach dem Einkaufen, als ich zu Hause saß, einige Dinge immer noch beschäftigt haben. Genau die will ich heute mit euch teilen. Es ist eigentlich tragisch, dann wieder ein bißchen komisch und am Ende irgendwie lächerlich. Eine Tragikkomödie in mehreren Akten.
Ich fange damit an, dass ich euch erst einmal offenbare, dass ich eine Macke habe. Ja, ich habe einen Faible dafür an der Kasse die Wartezeit dazu zu nutzen den Einkaufswageninhalt der anderen Wartenden zu inspizieren und mit ihrem Erscheinungsbild abzugleichen. Berufskrankheit wahrscheinlich. Die andere Vorliebe, die ich habe ist neue Produkte in den Supermärkten genau anzuschauen und abzugleichen was Werbeversprechen und wahrer Inhalt miteinander zu tun haben; wenn sie denn dann überhaupt etwas miteinander zu tun haben.
 Und da sich heute aus diesen Bereichen mehrere Eindrucksvolle Erlebnisse gehäuft haben, gibt es jetzt diesen Artikel. Ich hoffe, dass sich niemand von euch angegriffen fühlen wird/muss. Es ist nicht so böse gemeint, wie es am Ende vielleicht daherkommen mag. Es hat eher etwas mit Ungläubigkeit und Staunen zu tun:


1. Ort des Geschehens: ein Drogeriemarkt.

Da bin ich zur Zeit ziemlich häufig. Ich brauche ständig neue Windeln. Als ich durch die Babyabteilung laufe fallen mir zwei neue Produkte ins Auge. Ein Müsliriegel speziell für Schwangere (aha…) und ein Getränk für Mütter. Ersteres ist im Verknappungsprinzip in einem Hängeregal angebracht. Jeder Riegel einzeln. Wie edel für einen Müsliriegel. Mal sehen was der alles kann; der muss ja Supermanbabies hervorbringen. Extra Jod drin - wow. Das sagt die Vorderseite. Besser wäre ich auch dabei geblieben. Aber nein, ich drehe das Ding um. Stelle Nummer 1 in der Zutatenliste: Glucosesirup! Wahnsinn. Es wird übrigens in den nächsten paar Nennungen nicht viel besser. Es ist vor allem Zucker, der offensichtlich, wenn man dem Hersteller glauben mag, die Superbabies macht, denn dieser ist in sämtlichen Varianten in diesem Riegel vorhanden. How nice: unglaublich teuer. Unglaublich nutzlos. Auf jeden Fall einen Medaillenplatz unter der Rubrik Käuferveräppelung. Geht aber gleich weiter: in der Nähe das Supergetränk für starke Mütter, denn die müssen ja performen, wie ich nun weiß, und wollen immer nur das Beste für das Kind. Alles rein in den Magen, was die Muttermilch noch besser werden lässt. Das Getränk hat alles, was man braucht, so die Vorderseite. Und auch hier ist die Rückseite wieder der Ort des Grauens. Dritte Stelle Fructosesirup. Ja, also wenn Bauchfett Superkräfte verleiht, dann mag dieser Drink gelungen sein. Ich ärgere mich. Die Werbung will einen immer bekommen, aber Menschen, die sich regelmäßig die Nächte um die Ohren schlagen & nur das Beste für ihr Mini-Me haben wollen, wissentlich zu verarschen ist wirklich hochgradig gemein. Ok schnell weg hier. Arme (werdende) Mütter. Man wünscht ihnen noch etwas Restverstand zwischen all den Hormonen und schlaflosen Nächten, dass sie darauf bitte nicht reinfallen mögen.

An der Kasse stehe ich dann zwischen zwei Business People, die sich in ihrer knappen Pausenzeit kurz etwas zu essen holen. Es soll der Linie nicht schaden. Man sitzt doch so viel. Man will den Körper, den man im Fitnessstudio bearbeitet auch indirekt stählen. Und da war doch so was, wie noch gleich, ach ja, low carb soll gut sein. Protein macht schlank. Ja. Vielleicht. Unter gewissen Umständen in der richtigen Umsetzung aber diese sogenannten Proteinriegel haben damit gaaaaar nichts zu tun. Die Zutatenliste liest sich wie eine Mischung aus low budget Produktionsmittel und Ersatzkabinett. Viel Zucker, extrahierte Proteine, Bindemittel, Aromastoffe. Hach ja, wenn das mal nicht nach einem „perfekten“ Nahrungsmittel für unseren Körper klingt.


2. Ort des Geschehens: ein Supermarkt:

ich schlendere am Brotregal vorbei. Ich staune: ein Vitaminbrot. Wow. Sowas gibts? Mal sehen was die Vitamine bringt - ah 2% Karottenzusatz. Ja, klingt logisch. 2% Karotte auf 50g Scheibe Brot. Ich überschlage kurz. Ich glaube (habe nicht nachgewogen), dass das dann ungefähr ein Raspel Karotte wäre… Weiter. An die Kasse.
 Gegenüber steht eine lady in black. Sie leidet an starkem Übergewicht - Adipositas. Hat leider nichts Positives an sich - Fettleibigkeit, die Übersetzung dafür. Die Haut fahl. Das Haar matt. Die Finger: Mhmmm gelblich. Sie fragt nach einer bestimmten Sorte Zigaretten. Ja, erwidert die Verkäuferin. 10 Packungen davon. Alles klar. Ich frage mich, wie lange die wohl reichen. Nur für sie oder auch für ihre Katzen zu Hause? Leider sind nur noch 5 Packungen da. Besorgt erkundigt sie sich wann denn wieder neue Packungen eintreffen würden. Ich verstehe die Tragik, die Besorgnis, die Angst der Dame - NICHT. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich ihren Einkaufswagen auch nicht verstehe. Ich verstehe nicht, was sie kocht. Ich sehe viele Becher Schlagsahne, daneben Gummibärchen, Schweineschnitzel (im Angebot, nur 22 Cent und so), Kaffeesahne, Mascarponebecher (auch im Angebot) - der Rest entzieht sich meinem Blickfeld aber eines weiß ich: grün ist hier nichts; bunt maximal die Verpackungen der industriell hergestellten Produkte. Halleluja. Da muss man ja an dieser Stelle wirklich noch mal dankbar dafür sein, dass wir ein funktionierendes Gesundheitssystem haben. Ich meine, am Ende müsste so jemand dann noch selbst für Insulin (Diabetes), teure Medikamente für Bluthochdruck und Co. aufkommen.
Ich packe meine sieben Sachen und bin dann mal weg.


3. Ort des Geschehens: ein weiterer Supermarkt

ja, auch ich achte auf unsere Ausgaben. Manche Dinge gibt es an bestimmten Orten für weniger Geld - ich versuche trotzdem weitestgehend auf faire Produktionsbedingungen, Saisonalität, Bioqualität und Co. zu achten. Als ich mich mal wieder zur Kasse durchgeschlagen habe, sehe ich neben mir einen Mann in viel Markenklamotte seine Einkäufe aufs Band packen. Geld hat er - vielleicht. Vielleicht setzt er aber auch nur andere Prioritäten. Lieber mehr von außen, als viel Geld fürs Innen zu investieren. 7 Becher Fertigkaffeemischungen, eine Packung Müsliriegel (die verfolgen mich heute wohl) in Geschmacksrichtung Banane Schoko, konventioneller Hühnchenaufschnitt, Salami, Graubrot - und wieder Gummibärchen. Als Grand Finale legt er auch noch etwas für den Geist aufs Band - auch der will genährt werden. Ach, wie gut, ein Gossipblättchen...


Ich frage mich kurz, ob sie es alle nicht besser wissen oder nicht besser machen wollen. Was ist das Problem? Die Werbung? Der Mensch? Der Schweinehund? Der Kapitalismus? Minimaler Einsatz, maximaler Gewinn…

In dem Falle aber auch nur und ausschließlich für die Hersteller, denn der Verbraucher kann nur verlieren. Auf kurz oder kürzer.
Ich gehe nach Hause. An meinem Bauch mein kleiner Sohn. Auf der rechten Schulter gefühlte Tonnen an Obst und Gemüse. Auf der linken Waschmittel, Windeln und Co..In meinem Kopf viele Fragezeichen und Ausrufezeichen. In meinem Magen gerade viel Platz - es wird bunt auf meinem Teller, natürlich und voller Vitamine - wertvoll ohne dabei teuer zu sein und ohne viel blingbling zu brauchen. Quasi die selfmade Superkräfte.

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Blogtext 48 Bild Wehwehchen KW 42

...auch, wenn das vielleicht mühsam ist; langfristig das Beste überhaupt!
Im Duden werden die Wehwehchen als „kleines Leiden“ bezeichnet, das man „nicht allzu ernst nimmt“. Wer jetzt und an dieser Stelle eins und eins zusammenrechnen kann, der erkennt schnell, dass ein kleines Leiden immer Teil eines großen Ganzen ist, nicht für sich steht UND nicht klein bleiben muss.

Viel zu oft werden sie von uns runtergespielt, nicht mehr oder vielleicht auch bisher noch nie wirklich in ihrer Komplexität beachtet.

Dabei werden sie auf Dauer bei Unachtsamkeit und Verdrängung auch gerne zu einem großen Leiden.

Braucht kein Mensch - will kein Mensch.
 Festzuhalten ist aber, dass der Durchschnittsmensch dazu neigt diese kleinen Nebenherbeschwerden eher zu ignorieren. Oder sich eben damit zu arrangieren. Manche würden auch gar nicht auf die Idee kommen, dass es überhaupt ein Problem gibt.
 Und darum gibt es diesen Text!

Diese Wehwehchen werden viel zu gerne zu einem großen Auweh, wenn wir uns ihnen nicht annehmen.

Das bedeutet in aller Regel unseren Lebensstil zu ändern. Manchmal ist es schon mit Feinjustierungen getan; manchmal sollte besser die radikale Änderung als langfristiges Zeil angepeilt werden.

Und nur allzu oft fußt das Ganze auf der Ernährung - wieso?

Weil der Körper nur mit dem arbeiten kann, was wir ihm geben…
Noch ist das jetzt vielleicht alles etwas abstrakt, aber ich nenne dir ein paar Beispiele und bin mir sicher, dass du dich vielleicht bei der ein oder anderen Sache selbst wiedererkennst.


Regelmäßige bzw. häufige Kopfschmerzen.

Erst neulich kam wurde in einem Fernsehbeitrag eine Umfrage gezeigt in der Passanten danach gefragt wurden, wer von ihnen einen Schmerztablette (gegen Kopfschmerz) bei sich trägt. Es waren sehr, sehr viele. Und immer lautete die Antwort eigentlich: Schmerzen kann ich mir dann in dem Moment nicht leisten, sie nerven, müssen weg - schnellstmöglich. Kann auch ich freilich nachvollziehen. Aber nur als kleiner Reminder: der Schmerz ist dann nicht weg!!! Du merkst ihn nur nicht mehr. Und die Ursache dafür ist dann an der Stelle auch noch nicht geklärt - außer du kannst die Kopfschmerzen dem zu-viel-Alkohol vom Abend zuvor zuordnen. Aber selbst dann solltest du dich nicht aus der Affäre ziehen und aktiv etwas gegen deinen Kopfschmerz tun. Ich bin keine vehemente Vertreterin von „Lege dich auf die Couch und massiere deine Schläfen mit Pfefferminzöl“…Hilft! Allerdings braucht es Zeit und die haben wir wirklich nicht immer. Aber gerade die Personen, die sich regelmäßig mit diesen Kopfschmerzen plagen, müssen da ansetzen warum der Schmerz überhaupt entsteht, um nicht immer wieder in die Blutgrätsche zwischen Pfefferminzöl und Schmerztablette extra schnell zu geraten.

2) Vor allem bei Frauen gerne ein Tabuthema und dabei so wichtig: der Klogang.

Und da meine ich nicht wie oft am Tag Pipi gemacht wird - wobei auch das nicht ganz unwichtig ist. Immer wieder höre ich, dass Person X zwei, drei Mal IN DER WOCHE Stuhlgang hat. „War schon immer so“…mhm, dann war das noch nie gut! Um das mal kurz ganz einfach darzustellen: das was da unten rauskommt, das ist Abfall. Damit scheidet unser Körper Material aus, das er nicht mehr braucht und jede Menge Giftstoffe. So Preisfrage: wenn also Person X nur selten Stuhlgang hat, was passiert dann mit den Giftstoffen? Richtig, sie bleiben im Körper. Und das ist nicht gut! Der Körper sollte täglich mindestens ein Mal die Chance haben seinen Abfalls loszuwerden. Wenn ihm das nicht zugestanden wird, kann das mannigfaltige Auswirkungen haben: unreine Haut, Kopfschmerzen um nur zwei Beispiele zu nennen. 
Dazu gilt es natürlich rauszufinden warum der Körper sich nicht täglich vom Ballast befreien kann. Auch hier reicht die Bandbreite von der falschen Ernährung über Unverträglichkeiten bis hinzu psychischen Faktoren.

3) Mal wieder völlig lethargisch nach dem Essen? Morgens kommst du nicht raus? Generell schleppst du dich eher durch den Tag und im Winter bist du die erste Person, die die Erkältung magisch anzieht?


Auch das sind allesamt Anzeichen dafür, dass im Bereich der Ernährung wohl etwas nicht in Balance ist, denn grundsätzlich gilt erst einmal, dass unser Körper durch unsere Lebensmittel Energie erhalten soll und zum anderen, dass er schon mal per se nicht gegen uns sondern für uns arbeiten möchte. 

Abgekürzt bedeutet das Folgendes:
 Mit den Wehwehchen macht uns unser Körper (wenn wir ihn denn lassen) darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt. Damit möchte er uns helfen - nicht ärgern. Und wenn wir smart sind, dann hören wir auf ihn bevor er uns durch alles einen kräftigen Strich durch die Rechnung macht, weil er dann irgendwann einfach nicht mehr kann und aus dem Wehwehchen das große Aua wird. Dann hilft nämlich auch häufig keine Schmerztablette mehr.

Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen anfangen mit ihrem Körper einen Pakt zu schließen

und mit ihm zu arbeiten noch bevor es weh tut und der Körper (zu recht) irgendwann vom Warnstreik in die Arbeitsverweigerung umswitcht.
 Scanne dich mal: was nimmst du einfach so hin? Oder wie reagiert dein Körper an bestimmten Tagen? Die Bewusstseinsmachung dessen ist schon der erste Schritt - Gratulation. Und weitermachen!

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Blogtext 47 I am back KW 38

I am back - und möchte euch sagen, wie es für mich plötzlich war mit gut gemeinten Ratschlägen zu leben. Denn die sind manchmal mehr Schlag als Hilfe.

Schon mal ein Kind bekommen? Ich ja. Neulich...

Und meine Erwartungen wurden alle übertroffen. In jeglicher Hinsicht. Und eben auch in dem Punkt, dass man als Jungmama sobald der Freund wieder arbeiten ist und sich der vermeintliche „Alltag“ mit Säugling anbahnt offensichtlich keine eigenen Bedürfnisse mehr haben kann. Ich sage bewusst nicht „darf“, denn ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass man immer eigene Bedürfnisse hat und diese auch stillen sollte (und eben nicht nur das Kind), denn: unzufriedene Mama = saure Milch = unzufriedenes Kind.

Saure Milch produziert man nicht. Nein. Aber es ist ein neues Gefühl, dass der Tag fremdbeherrscht wird. Und zwar nicht von 9-17 Uhr sondern 24 Stunden. Der Chef ist ein neuer.
Und während man so versucht mit der neuen Situation klar zu kommen und zwischen unfassbar großer Liebe und Verzweiflung hin und her switcht, kommen Ratschläge, sehr viele Ratschläge. Gerne auch in Internetforen (ich lese sie nicht mehr). Gerade in den ersten Wochen nach der anstrengenden Geburt (oh Hölle ja) sollte die Mutter „viel ruhen“, „langsam machen“, „gemeinsame Zeit mit dem Kind im Bett verbringen“, „sich gesund ernähren“ und „nicht schnell zum Alltag zurück“ wollen.

Ah ja, interessant. Theorie ist bezaubernd - die Praxis sieht so anders aus:


schon mal versucht während dem Spazieren zu schlafen? Nein. Geht auch nicht. Was aber tun, wenn das Kind nur schläft, wenn es herumgetragen wird? Gleiches gilt dann übrigens für den Tipp mit dem Baby viel im Bett zu liegen. Und schon mal einhändig versucht einen gesunden Salat zuzubereiten? Auch an der Scheibe Brot scheitert man gerne - sowohl beim Abschneiden als auch beim Bestreichen.

Kurzum, selbst wenn man wirklich gerne möchte: man hat nur zwei Hände und ein Nervengerüst. Irgendwie muss man versuchen die Gratwanderung hinzubekommen.

An dem einen Tag wird es einem besser gelingen als an einem anderen.

Das liegt dann vielleicht am seligen Schlaf des Babys, an der helfenden Hand der Oma oder aber am Kombiarrangement aus Putzfrau, Kindermädchen, Haushälterin und/oder Personal Trainer.
 Letzterer da man ja auch noch seine Rückbildungsgymnastik machen sollte oder auch gerne machen möchte. Harninkontinenz sind keine bezaubernden Aussichten…Und dann ist da ja auch noch so etwas, dass man einfach nicht mehr schwanger aussehen möchte, wenn das kleine Wunderwesen einmal auf der Welt ist. Klar, alles braucht seine Zeit aber unter Umständen braucht es eben weniger davon, wenn man der Schwerkraft entgegenarbeitet!

6 Wochen im Bett zu liegen (wie es die Wochenbettempfehlungen so vorgeben) ist vielleicht für den ein oder anderen ein ganz angenehmer Gedanke. Ob es das Beste für das Individuum ist sei dahingestellt. Ob es machbar ist, muss stark in Frage gestellt werden. Ganz sicher aber wollen die meisten gerne wieder in Richtung „normales Leben“.

So kann es durchaus sein, dass diese Ratschläge einen eigentlich noch mehr unter Druck setzen,

wenn man merkt, dass man sie nicht umsetzen kann: weil man nicht so will oder auch weil es einfach realitätsfern ist. Sie können einen überfordern und auch situativ nicht richtig erscheinen. Oder hat man nicht lieber ein zufrieden schlafendes Baby im Arm als das schreiende im Bett?

 

Das war jetzt sehr speziell auf meine aktuelle Situation bezogen.

Doch am Ende bleibt die ganz grundsätzliche Frage wann eigentlich was das Beste ist.

Man findet sich so oft, wenn nicht täglich, in Situationen wieder in denen man EIGENTLICH anders handeln sollte - es aber nicht tut. Vielleicht aus mangelnder Motivation…vielleicht aus Fremdbestimmung.

Es ist das Buffet des Lebens und die Frage „what to pick“. Und das unterscheidet sich massiv je nachdem in welcher Situation wir uns gerade befinden und welche Rahmenbedingungen vorherrschen. Auch die Frage wie viele Personen eingebunden sind oder man nur für sich selbst eine beste Entscheidung treffen muss ist elementar.

Doch eine Sache bleibt immer gleich: wir sollten nicht aus den Augen verlieren was wir langfristig erreichen wollen

- Burnout oder Freude am Beruf; gesunde Frau und Mama oder einfach gestresstes Muttertier; einen vitalen Körper oder ein System, das einfach versucht so viel Giftstoffe wie möglich zu verkraften.

Die Musiker Flight of the Conchords singen in einem Lied davon, dass eine Minute im Himmel besser ist als keine Minute. Ich denke, dass das der Ansatz sein kann oder sein sollte. Man muss „nur“ abwägen wo und wie findet die stattfindet. Was ist dann in diesem Moment das Wichtigste für einen selbst? Beim neuen Mama sein, dann vielleicht entsprechend: Meditation? Dusche? Nahrungsaufnahme?


Ach so, und hier noch 5 Snacks, die gesund sind und einhändig zubereitet und gegessen werden können, wenn das Baby einfach nicht schlafen will oder die Zeit zwischen den Telefonkonferenzen doch wieder zu knapp ist:

Mandeln
Apfel
Kokoschips
Radieschen und Cocktailtomaten
Kürbiskerne

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Blogtext 45 Bild Pause KW 23

& don´t have necessarily a Kit Kat.
Das ist aber auch der einzige Ernährungstipp, der in diesem Beitrag vorkommt. Denn es geht eher um die Pause.

Aber was bedeutet eigentlich eine Pause?


Sachlich, faktisch, ganz nüchtern betrachtet ist eine Pause „die zeitlich begrenzte Unterbrechung eines Vorgangs“. Die Pause kann verordnet (Mittagspausen, Schulpausen, etc.) oder selbstgewählt (z.B. die Ruhepause beim Sport) sein; sich aber auch zeitlich ergeben, wie eine Sommer- oder auch Winterpause.

Manchmal bekommt die Pause auch einen anderen Titel. Sie heißt dann Auszeit. Manchmal auch Sabbatical, wenn sich gleich mehrere Wochen oder Monate zusammenfügen. Dann ist auch von einer Freistellung die Rede.
Pausen können also eine positive als auch negative Bedeutung haben - das Individuum entscheidet darüber, welche Konnotation die Zeit erfährt.

Ich finde Pausen unglaublich wichtig.

Pausen stehen für Ruhe, Regeneration, Kraft tanken, die Reserven wieder auffüllen, sich startklar machen. Gleichzeitig assoziiert der ein oder andere vielleicht etwas Zähes, etwas Lahmes damit. Manchmal denkt man vielleicht sogar an Stillstand. Und genau das sind die Pausen, Auszeiten, Freistellungen und Co. gerade eben nicht.

Pausen sind vielleicht letzten Endes die bewegtesten Zeiten. Warum?


Weil wir inne halten, weil wir Erfahrungen wirklich wahrnehmen und reflektieren können, weil wir Zeit haben neue Erlebnisse zu sammeln - ganz andere als die, die wir im stressigen Alltag so nebenbei einsammeln. Weil wir überdenken können was wir wirklich wollen oder wo der Weg hingehen soll. Weil wir eben nicht vom Alltag überrannt abends müde auf die Couch fallen und uns nur noch von einem Medienblabla beschallen lassen.

Weil eine Pause an der einen Stelle Bewegung an anderer Stelle bedeutet.

Was die Pause mit einem machen kann?

Sie uns einen erden. Sie kann uns davor aber vielleicht auch erstmal nervös machen. Wohin mit uns? Wohin auf einmal mit der ganzen Zeit? Was mit sich anfangen?
Egal ob frei gewählt oder zwangsweise erfahren: das Beste daraus machen. Das ist das Credo. Und das Beste ist immer das was zu diesem Zeitpunkt für dich möglich ist. Den Druck rausnehmen und fühlen, spüren, leben und handeln.

Warum ein Text über Pausen?


Quasi 100% eigennützig. Und um euch wissen zu lassen, dass hier in den nächsten Wochen erstmal nichts Neues von mir zu finden sein wird. Ich widme mich in der nächsten Zeit erstmal mit Haut und Haar einer ganz anderen und ultimativ neuen Aufgabe: dem Mama-Sein. Das heißt praktisch: wenig Bewegung im Whole Story Blog und seeeeehr viel Bewegung an anderer Stelle.

Sicher ist aber auch, dass ich wiederkomme & euch in der Zwischenzeit sowieso gerne via Mail zur Verfügung stehe.
Bis bald, alles Liebe & don´t have a Kit Kat in the meantime ;)

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